Heinz Holliger erhält den Robert-Schumann-Preis für Dichtung und Musik 2022 der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur

Der Screenshot https://heinz-holliger-robert-schumann-preis-100.html

Komponist, Oboist und Dirigent Heinz Holligee, dessen besondere Liebe zum Werk von Robert Schumanns auch in seiner Komposition „Romancendres“ - sechs Duo-Stücke für Violoncello und Klavier - Ausdruck fand, mit dem Holliger den Cello-Romanzen von Robert Schumann Tribut zollte, die von Clara Schunann später aus leider falsch verstandener Sorge um ihres Mannes künstlerische Reputation verbrannt worden sind, und deshalb als ungedruckte Werke nicht überlebt haben, gehört zu den Gründungsmitgliedern des Schumann-Forums, des Board of Artists des Schumann-Netzwerks. Holliger, der vor einigen Jahren auch Schumanns sinfonisches Werk mit dem WDR-Sinfonieorchester eingespielt hat, ist nach Aribert Reimann und Jörg Widmann das 3. Schumann-Forum-Mitglied, das mit dem bisher zum 6. Mal vergebenen Preis ausgezeichnet wird. Der alle zwei Jahre verliehene und mit 15000 € dotierte Preis für sein Lebenswerk soll Holliger am 10. November in Mainz überreicht werden.

Aus der Begründung der Jury: "Bei aller Hörarbeit, die Holliger vom Publikum verlangt, ist seinen Stücken eine sinnliche, bisweilen auch soghafte und sogar unterhaltsame Qualität eigen, die ohne eine wechselseitige Verdichtung von Musik und Dichtung undenkbar wäre."

Vgl. http://www.musik-heute.de/heinz-holliger-erhaelt-mainzer-robert-schumann-preis/

Partnerschaft des Freiburger Barockorchester

Das Freiburger Barockorchester, unser einziges „Gruppenmitglied“ im Schumann-Forum, dem Board of artists des Schumann-Netzwerks, geht neben seiner legendären Partnerschaft mit dem Label Harmonia Mundi eine weitere, auf mindestens 10 gemeinsame Produktionen ausgerichtete mit der Deutschen Grammophone ein!  (März 2022)

ICMA 2022 Preisträger in der Sparte Vokalmusik: Christian Gerhaher, Bariton

Aus der Begründung der Jury: Die Schumann’schen Lieder sind nicht nur lyrische Schätze. Sie sind die farbigsten und dramatischsten Stücke Ihrer Gattung. Sie in all ihrem Favettenreichtum vollständig zu präsentieren, ist eine enorme Herausforderung, die Christian Gerhaher und Gerold Huber mit Hilfe der Sänger Camilla Tilling, Julia Kleiter, Sibylla Rubens, Wiebke Lehmkuhl und Martin Mitterrutzner mit großem musikalische Einfühlungsvermögen und nicht minder beeindruckender Virtuosität gemeistert haben.
Schumann: Complete Songs, Sony Classical, 19439780112

https://www.mdr.de/mdr-klassik-radio/klassikthemen/preistraeger-international-classic-music-awards-100.html

Die Diskussion um Schumanns Spätwerk ist ein „vergiftetes Erbe“

Auf die Frage der „Abendzeitung“, wie er zu den leider „unausrottbaren Vorwürfen“ stehe, das Spätwerk [Schumanns] zeige als Folge seiner Erkrankung ‚eine gewisse Ermattung‘“, antwortet Christian Gerhaher, der bekennende Schumannianer und Pate unseres Schumann-Forum: „Wie soll man dagegen argumentieren, außer zu sagen: Jedem Menschen ist eine Erfahrungswirklichkeit zu eigen, die man nicht anzweifeln kann. Diese kann sich in einem Krankheitszustand verdichten. Ich verstehe persönlich aber auch nicht, wie einem etwa die "Geistervariationen" nicht zu Herzen gehen können, und zwar ohne jeden biografistischen Hintergrund, etwa zu welchem Zeitpunkt der Komposition sich Schumann in den Rhein gestürzt hat. Das ist an sich unerheblich. Wer maßt sich an zu sagen, was Mozart und Bach nicht wert sind? Das macht keiner. Aber bei Schumann trauen sich alle. Das ist eine vergiftete Erbschaft, die von Joseph Joachim, Johannes Brahms und Clara Schumann hinterlassen wurde.“

https://www.abendzeitung-muenchen.de/kultur/musik/

Interpretationen von „Frauenliebe und Leben“ durch eine Männerstimme findet Christian Gerhaher „nicht unbedingt“ überzeugend.

„Abendzeitung“: „Können in unserer Zeit mit ihrem hohen Gender-Bewusstsein und der damit verbundenen Offenheit zum Beispiel auch Männer die Maria-Stuart-Lieder singen?
[Christian Gerhaher]: „Ich persönlich würde es nicht unbedingt machen wollen, würde aber auch nicht widersprechen. Ich habe ein paar Beispiele sowohl für die eine als auch die andere Seite gehört, die mich nicht unbedingt überzeugt haben, beispielsweise, wenn die "Dichterliebe", eine Art Monodrama aus männlicher Sicht, von einer Frau gesungen wird, oder "Frauenliebe und Leben" von einem Mann. Die Begründung, dass es schließlich ein Mann war, Adalbert von Chamisso, der die Gedichte geschrieben hat, zählt für mich nicht, denn dann könnte ich ja auch die Gräfin im "Figaro" singen, weil auch der Librettist da Ponte ein Mann war und Mozart noch dazu. "Künstlerische Freiheit" fände ich aber eine gute Begründung."

https://www.abendzeitung-muenchen.de/kultur/musik/

Die Kraft der Musik - Robert und Clara Schumann

Veröffentlicht am 125. Todestag von Clara Schumann, 20. Mai 2021

Die 4. und letzte Folge seines Podcasts “Die Kraft der Musik” widmet unser Schumann-Forum-Mitglied und leidenschaftlicher Schumann-Botschafter Markus Kreul ganz bewusst und mit großer ihn seit Kindheitstagen erfüllenden Empathie Robert und Clara Schumann, und ganz bewusst veröffentlicht er ihn an Clara Schumanns 125. Todestag
https://youtu.be/

Schumann – Alle Lieder: neue Gesamtaufnahme mit Christian Gerhaher und Gerold Huber - erscheint als 11teilige CD-Box Anfang September 2021

Ab 31.5.2021 gibt es dazu eine zweiteilige Sendestaffel im Hörfunk von BR-Klassik,
vgl. 
https://www.br.de/presse/

Christian Gerhaher wurde im Februar 2020 zu neuem Ehrenmitglied der Wiener Konzerthausgesellschaft ernannt.

Claar ter Horst im Gespräch zu dem von ihr konzipierten "Fest für Clara" an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin am 1./2.11.2019

In der Radio-Aufzeichnung von Deutschlandfunkkultur, ausgestrahlt am 25.12.2019, 20.10 bis 23 Uhr.
https://www.deutschlandfunkkultur.de/